Der Übende nimmt zu Beginn des Trainings eine bequeme Haltung, in einer ruhigen, angenehmen Umgebung ein. Häufig handelt es sich um eine sitzende Position, prinzipiell kann aber in jeder Haltung trainiert werden, in der die Muskeln weitestgehend entspannt werden können.
Die Übungen bestehen aus kurzen, formelhaften Vorstellungen, die sich der Übende konzentriert mehrere Male im Geiste vorsagt. Dabei versucht er, sich diese Vorstellungen möglichst intensiv vor Augen zu führen.
Der Ruhezustand des Körpers ist durch bestimmte Empfindungen gekennzeichnet. So führt etwa die Entspannung der Muskeln in den Gliedmaßen zu einem Schweregefühl, gute Durchblutung zu einem Gefühl der Wärme. Durch konzentrierte Vorstellung des Effektes kann aber umgekehrt die "Ursache" herbeigeführt werden (Reziprozitätsprämisse). Durch die Vorstellung warmer Arme kann also deren Durchblutung gesteigert und in weiterer Folge eine körperliche Entspannung erreicht werden, die durch die Dämpfung des sympathikotonen Aktivierungsniveaus (Sympathikolyse) entsteht (vergl. Vaitl, 2004, S. 93ff).


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INHALTE KLASSISCHER VERFAHREN - Autogenes Training (AT): 2/5
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